Model E-75, Baujahr 1944

Serial 75-5322 - D-EPDT - MaxAlpha Aviation GmbH

Stearman D EPTD kl Fliegerhorst

Der unter der militärischen Bezeichnung "PT-13" geführte Doppeldecker ist wohl einer der bekanntesten amerikanischen Trainingsflugzeuge der 30er-Jahre. Jeder Pilot der eine P-51 Mustang oder F6F Hellcat fliegen wollte, verdiente seine Schwingen zu aller erst auf der "Stearman". Dieser Primary Trainer (PT) war sehr robust und auch bei den Piloten sehr beliebt. Was die "Stearman" für die amerikanischen Piloten, das war die "Tiger Moth" für die englischen Piloten. Das deutsche Äquivalent ist am ehesten die Bücker Jungmann.

Haben die Piloten das "primary training" abgeleistet, ging es auf die AT-6 Texan, wobei das AT für "advanced trainer" steht. Hier waren sich die amerikanischen und englischen Piloten in der Trainerfrage einig.

Zur Geschichte der Boeing Stearman

Der Konstrukteur dieses berühmten Flugzeuges war Lloyd Stearman. Das 1934 entworfene Flugzeug trug den Namen X70. Das Flugzeug, ein N-stieliger Doppeldecker ist in Mischbauweise erbaut und zeichnete sich eine sehr hohe Robustheit aus. Das Fahrwerk ist ölgedämpft und verträgt auch härteste Landungen.

In Folge dieser Merkmale wurde die Boeing Typ 75 zum sogenannten „Primary Trainer“ (also Trainingsflugzeug zur Anfängerschulung) des US Army Corps und auch der US Navy. Die offizielle Bezeichnung sodann PT-13 und PT-17, bei der US Navy hiess der Trainer N2S-1 bis N2S-5. Auch in Kanada wurde das Flugzeug zur Schulung eingesetzt und erhielt dort den Beinamen „Kaydet“. In den USA bekam der zumeist bunt lackierte Vogel auch seinen Spitznamen, nämlich „Yellow Peril“ was übersetzt in etwa „Gelbe Gefahr“ heisst.

Die Boeing Typ 75 war der Bestseller des Boeing-Konzerns, über 10.300 Flugzeuge wurden produziert (davon ca. 8.500 flugfertige Exemplare wurden ausgeliefert).

In der Nachkriegszeit gab es die ausgemusterten Stearman zu Hauf, die Maschinen wechselten für kleines Geld als sog. „Army Surplus“ den Besitzer und wurden oft zu Agrarflugzeugen „crop dustern“ umgebaut.  Diese Maschinen wurden oft auf die 450PS-starken Pratt&Whitney Wasp Junior umgerüstet und im Arbeitseinsatz gnadenlos verheizt. Andere Piloten nutzten den genügsamen starken Trainer für den Airshoweinsatz, so auch zum „wingwalking“. 

Technische Daten und Abmessungen

  • Spannweite 980 cm
  • Länge 763 cm
  • Höhe 280 cm
  • Leergewicht 880 Kg (Version mit Continental R-670)
  • Max. Startgewicht 1.230 Kg
  • Höchstgeschwindigkeit ca. 200km/h
  • Reichweite 480 km
  • Lycoming R-680-17 Sternmotor mit 220PS

 

 

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